Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2026
Die Möllner Briefe
Am 23. November 1992 verüben Neonazis Brandanschläge auf zwei Häuser in Mölln.
Zerstört wird das Leben des damals siebenjährigen Ibrahim und seiner Familie. Er verliert seine Schwester, Cousine und Großmutter.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ (96 Min.) erzählt von der Spurensuche nach hunderten Solidaritätsbriefen, die nach den Anschlägen nie bei den Überlebenden ankamen.
Erst Jahrzehnte später entdeckt Ibrahim Arslan die Briefe im Stadtarchiv Mölln – ein Zufallsfund.
Er kämpft bis heute mit seiner Familie nicht nur gegen das Trauma des Anschlags, sondern auch um mehr Gehör migrantischer Stimmen in der Erinnerungskultur.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir ein zu einer Gesprächsrunde mit der Regisseurin Martina Priessner und dem Hauptprotagonisten Ibrahim Arslan.
--> Sonntag, 19. April 2026 / 14.00 Uhr / "Im Gleis 5" / Bahnstraße 5-7 / 14612 Falkensee
Eintritt frei
Veröffentlicht am Freitag, 27. März 2026
Über den Tellerrand - Ein politisches Gesprächsforum
Migration spaltet – reden wir darüber.
Wenige politische Debatten sind emotional so aufgeladen wie die Frage: Wie gehen wir mit Menschen um, die in Deutschland ein neues Zuhause suchen? Die Gründe, die sie hierhergeführt haben, sind so vielfältig wie die Perspektiven auf sie. Auf der einen Seite profitiert auch Falkensee davon, wenn sich die Zugewanderten mit ihren unterschiedlichen Biographien, Sprachen, Religionen und Lebensentwürfen zuhause fühlen. Auf der anderen Seite gibt es Ängste, Verunsicherungen und Abwehr.
Wir laden Sie deshalb herzlich zu einem Gespräch am Suppentopf ein:
Wie geht es Ihnen mit dem Thema Migration?
Sie tauschen sich bei einer warmen Suppe aus. Wir stellen sicher, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich viel Redezeit für ihre Perspektive haben.
Der Abend ist der erste Termin in 2026 einer moderierten Reihe von Gesprächen über Politik und Gesellschaft. Kurze Vorträge geben Impulse zu aktuellen, politisch kontroversen Themen. Anschließend kommen sowohl die Bundespolitik und globale Herausforderungen auf den Tisch als auch kommunalpolitische Fragen und das Miteinander in Falkensee.
Ablauf:
• Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrike Kluge
• Gespräch in Klein-Gruppen
• Diskussion
• Offenes Beisammensein mit warmer Suppe
Referentin:
Prof. Dr. Ulrike Kluge ist Gruppenanalytikerin und Psychoanalytikerin an der Charité – Universitätsmedizin. Sie leitet verschiedene Forschungs- und Interventionsprojekte zu Migration, Flucht und Gesundheit sowie zu psychosozialer Integration in der Migrationsgesellschaft.
Die Veranstaltung wird moderiert von Mehr Demokratie e.V. nach den Regeln von „Sprechen & Zuhören“. Das Format ist entstanden aus dem Gedanken: Nicht miteinander zu reden, ist auch keine Lösung.
In Kooperation und Unterstützung mit der Volkshochschule Havelland (Abteilung Falkensee), Bündnis für Brandenburg und der Partnerschaft für Demokratie in Falkensee.
Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist erwünscht unter: vhs@havelland.de
Den QR-Code zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem PDF (s.u.).
Veröffentlicht am Freitag, 20. März 2026
Zwangsvereinigung oder "...es bleibt uns ja nischt Walter Ulbricht"
Das Theaterstück erzählt die Geschichte, wie es dazu gekommen ist, dass die Deutsche Demokratische Republik kein demokratischer Staat geworden ist — und warum in diesem Land nicht nur die Sozialdemokratie bis 1989 aufgehört hat zu existieren.
Unter Walter Ulbricht … bleibt uns ja nüscht anderes übrig, als mit den Lebensverhältnissen in diesem maroden Arbeiter und Bauernstaat so gut wie möglich durchzukommen. Das war der tiefere Sinn des Stoßseufzers, der im Volksmund umherging, um dem Mangel und den Mängeln des SED-Regimes zumindest noch so etwas wie eine witzige Seite abzugewinnen.
Wir stellen die Frage: Gab es wirklich im April 1946 „nischt anderes“, gab es keine Alternative zu der Unterwerfung unter das Diktat Stalins und die „Machtübernahme“ durch seinen Vasallen Walter Ulbricht? Damals schienen doch die Lehren aus der unheilvollen Geschichte des Nationalsozialismus in eine ganz andere Richtung zu deuten: Antifaschismus, Demokratie und individuelle Freiheit sollten die Basis einer zukünftigen Gesellschaftsordnung sein — im Osten wie im Westen. Dafür gab es nach dem Kriegsende genügend Lippenbekenntnisse — und teilweise auch aufrichtige und ernsthafte Vorstöße. Nicht nur auf Seiten der Sozialdemokraten, sondern auch in Kreisen der Kommunisten.
Aber die Rechnung war ohne den Wirt gemacht. Die SBZ war der von der Sowjetunion besetzte Teil Deutschlands — und der Wille der KPD wurde durch die Besatzungsadministration umgesetzt — konsequent und allzu oft auch gewalttätig.
22.4. | 19 Uhr | Falkensee Stadthalle Falkensee
Eintritt frei